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Deutschland und Tadschikistan: bilaterale Beziehungen

01.10.2019 - Artikel

Politik

Als erster Staat der EU eröffnete Deutschland schon 1993, noch während des tadschikischen Bürgerkrieges, eine Botschaft in Duschanbe. Deutschland hat den innertadschikischen Friedens- und Demokratisierungsprozess von Beginn an gefördert und setzt sich auch heute aktiv für Rechtsstaatlichkeit und die Gewährleistung von Menschenrechten ein. Im Mai 2016 wurden offizielle Konsultationen zwischen beiden Außenministerien vereinbart; die letzten Gespräche fanden am 1. Oktober 2019 in Berlin statt.

Wirtschaft

Tadschikistan ist der kleinste und zugleich ärmste Staat in Zentralasien. Der bilaterale Handel ist schwach ausgeprägt. In der Rangliste der deutschen Außenhandelspartner lag das Land 2018 mit einem Volumen von 46,3 Mio. EUR auf Platz 145. Strukturelle Schieflagen im Bankensektor, Infrastrukturmängel, Energieknappheit (z.B. winterliche Stromversorgung) und Rechtsunsicherheit beeinträchtigen das Investitionsklima. Wichtigstes Exportgut ist Aluminium, während den wichtigsten innerstaatlichen Wirtschaftszweig die Landwirtschaft darstellt.

Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland ist innerhalb der EU der wichtigste bilaterale Geber. Das bilaterale Engagement konzentriert sich auf die Schwerpunkte „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung“ und „Gesundheit“, hier vor allem Tuberkulose-Bekämpfung und Mutter-Kind-Gesundheit. Weiteres Engagement findet statt in Form von gemeindenahem Schulbau und der Rehabilitierung bzw. des Baus von Wasserkraftwerken.

Die von der KfW geführte Stiftung PATRIP realisiert grenzüberschreitende Entwicklungs- und Infrastrukturprojekte mit Afghanistan.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Weitere Informationen

Tadschikistan ist ein Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
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