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Außenpolitik

30.10.2017 - Artikel

Stand: März 2018

Grundlinien der Außenpolitik

Tadschikistan verfolgt seit Jahren eine 'Politik der offenen Tür' und strebt gute Beziehungen mit unterschiedlichen Partnern an. Wichtigste außenpolitische Partner sind die Russische Föderation und die Volksrepublik China. Mit Russland unterhält Tadschikistan eine sicherheitspolitische Partnerschaft (russische 201. Militärbasis mit etwa 6.000 Soldaten). Der Vertrag über die Militärbasis wurde im Oktober 2012 um weitere 39 Jahre verlängert. China ist in den letzten Jahren zu einem immer wichtigeren politischen und wirtschaftlichen Partner und Kreditgeber geworden; Peking ist in den letzten Jahren zum größten Handelspartner und ausländischen  Investor aufgestiegen. Auch die tadschikisch-chinesische Zusammenarbeit auf den Gebieten von Politik und Sicherheit hat sich in den letzten Jahren intensiviert. .Es bestehen ebenfalls gute Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von Amerika, der Europäischen Union sowie ihren Mitgliedsstaaten. Zunehmend mit Investitionen und Entwicklungsunterstützung in Tadschikistan aktiv sind Golfstaaten wie Katar und Saudi-Arabien.
Eine Sonderrolle nimmt das gespannte Verhältnis zum Iran ein, zu dem gleichwohl enge sprachlich-kulturelle Verbindungen bestehen.

Afghanistan

Aus Sorge vor destabilisierenden Einflüssen haben die Beziehungen zu dem Nachbarland Afghanistan mit der über 1300 km langen gemeinsamen Grenze eine besondere Bedeutung. Zu der afghanischen Regierung bestehen gute Beziehungen, wobei die militärischen Kräfteverhältnisse in Nordafghanistan genau verfolgt werden. Mit dem auch von Deutschland unterstützten Bau von mehreren Brücken über den Grenzfluss Pansch und der Errichtung von Grenzmärkten will Tadschikistan seine Handelsbeziehungen zu Afghanistan intensivieren und zu dessen Stabilisierung beitragen.

Zentralasien

Zu Usbekistan, das Tadschikistan im Westen und Norden umfängt, bestand lange ein schwieriges Verhältnis (usbekische Verminung ganzer Grenzabschnitte, Einschränkungen des Reise- und Güterverkehrs, Verhandlungen über Strom- und Gaslieferungen sowie über die Nutzung der Wasserreserven).  In jüngster Zeit kam es zu deutlichen Entspannungszeichen. Das Verhältnis zu Kirgisistan ist auf zwischenstaatlicher Ebene gut; jedoch kommt es bei den auf kirgisischem Territorium gelegenen tadschikischen Enklaven gelegentlich zu lokalen Zusammenstößen.
Das Verhältnis zu Kasachstan und Turkmenistan ist gut. Kasachstan ist Hauptlieferant von Flüssiggas und ratifizierte im September 2016 die beschlossene strategische Partnerschaft mit Duschanbe. 

Naher Osten

Das Verhältnis zu Iran ist trotz sprachlicher und kultureller Gemeinsamkeiten angespannt, während die Aktivität mehrerer Golfstaaten in den letzten Jahren zugenommen hat.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

Tadschikistan ist Mitglied in: Vereinte Nationen und Unterorganisationen, Internationaler Währungsfonds (IWF), Weltbank, Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE), Asiatische Entwicklungsbank (ADB), Islamische Entwicklungsbank (IDB), Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (ECO), Internationaler Fonds zur Rettung des Aralsees (IFAS). Darüber hinaus besteht eine Mitgliedschaft in: Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS), Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ). Zudem ist das Land seit dem 2. März 2013 das 159. Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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